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Ruf vom Galgenberg

Dieser "Ruf vom Galgenberg" war der Auftakt zur Christian-Morgenstern-Ehrung 2014


Die Unterzeichnenden haben sich am heutigen 96. Todestag des Dichters Christian  Morgenstern auf dem Galgenberg in Werder (Havel), dem historischen Ort der Entstehung der Galgenlieder, zum ehrenden Gedenken versammelt.Christian Morgenstern
Im Jahre 1895 hat Morgenstern, im Kreise seiner Berliner Freunde, zum ersten Male Werder, den Galgenberg und das gleichnamige Restaurant besucht. Unter dem besonderen Eindruck dieses Ortes hoben sie hier den Bund der Galgenbrüder aus der Taufe. Christian Morgenstern schrieb seine ersten Galgenlieder, die sie dann gemeinsam zur Laute sangen.
So hatte sich der Galgenberg, der 1905 mit der Erstveröffentlichung der Galgenlieder zum Namenspatron erhoben worden war, in einen literarischen Ort verwandelt. Aus scheinbar zufälligem Anlass hatte Christian Morgenstern hier den Keim gelegt zu einem bis dahin unbekannten Typus humoristischer Lyrik, die in der Folge den charakterisierenden Titei "Galgenpoesie" erhielt.
Aus dem einstigen Restaurant Galgenberg, das die Galgenbrüder nicht lange gelitten haben soll, war wenig später das Restaurant Bismarckhöhe geworden. Nach wechselvoller Geschichte wurde diese einst bedeutendste Höhengaststätte der Havel- und Blütenstadt in den letzten Jahren bereits in wesentlichen Teilen saniert und mit dem Großen Ballsaal und dem Aussichtsturm öffentlich nutzbar gemacht.
Dem Wirken des Freundeskreises Bismarckhöhe e.V. ist es zu danken, dass die über lOO-jährige Geschichte für die Besucher in Ausstellungen und mit gezielten Veranstaltungen nacherlebbar wurde. Dazu gehört das gemeinsam mit dem Heimatverein Werder (H.)· e.V. gestaltete und 2007 eröffnete Morgensternzimmer, dessen Ausstellung "Christian Morgenstern - Galgenberg - Galgenlieder Galgenbrüder" die weltweit erste und bisher einzige Dauerausstellung zu Leben und Werk des Dichters ist.
Von diesem Ort aus, an dem gegenwärtig in der angrenzenden Turmgalerie eine Ausstellung des Potsdamer Kunstvereins mit Grafiken zu Ehren Morgensterns zu besichtigen ist, wenden wir uns mit diesem Aufruf an die Öffentlichkeit. Von hier richten wir unseren Blick auf den 31. März 2014, den 100. Todestag Christian Morgensterns, eines der großen Humoristen deutscher Sprache.
Wir rufen die Öffentlichkeit in Politik, Kultur, Kunst, wir rufen die Medien auf, die christlichen
Gemeinschaften, die Verantwortlichen in München, Hamburg, Breslau, 50rau, Berlin, Oslo, Meran, Morgensterns Lebenstationen, dieses Ereignis gut vorzubereiten und zu einem Höhepunkt der Ehrung und Würdigung Morgensterns zu gestalten.
Das Werk Morgensterns sollte im Jahr 2014 mit neuen Editionen der Verlage, mit Ausstellungen, Lesungen, musikalisch- literarischen Veranstaltungen und Medienbeiträgen lebendig gemacht und besonders der jungen Generation nahe gebracht werden. Die Künstler fordern wir auf, zu diesem Anlass neue Interpretationen der Dichtungen Morgensterns zu schaffen.
Ein Höhepunkt dieses Jahres könnte die Einweihung eines Christian Morgenstern Museums sein, das in der deutschen Kultur- und Museumslandschaft längst überfällig ist. Die herausragende Persönlichkeit Christian orgensterns rechtfertigt und erfordert die umfassende Darstellung und Würdigung von Leben und Werk in einem Museum auf der Grundlage einer wissenschaftlichen Museumskonzeption.
Wir wenden uns deshalb von diesem Ort und aus diesem Anlass an die Länder Berlin und Brandenburg, die dem Dichter für dessen museale Würdigung besonders verpflichtet sind.
Wir wenden uns an Morgensterns Geburtsstadt München, an das deutsche Literaturarchiv Marbach, die Verlage Urachhaus Stuttgart und Piper München als führende Morgensterneditoren, die Christengemeinschaft als Nachlassnehmerin sowie an alle anderen interessierten Einrichtungen und Persönlichkeiten, gemeinsam die Initiative für ein Morgensternmuseum zu ergreifen.
Wir sind der Meinung, dass der historische Ort des Galgenbergs hier in Werder der geeignete Standort für ein solches Museum sein kann. Im Komplex der Höhengaststätte Bismarckhöhe würden dafür geeignete, noch zu sanierende, Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.

 

Am 96. Todestag Chistian Morgensterns fanden sich im Salon der Bismarckhöhe auf  Werders Galgen- berg zum ehrenden Gedenken und zur Unterzeichnung dieses “Rufes” 18 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur ein.

 

Der Freundeskreis Bismarckhöhe e.V. hat mit seinem bisherigen wirkungsvollen Engagement für den Dichter bewiesen, entsprechende Ideen, notwendige Initiativen, Mittel und Schritte koordinieren und bündeln zu können sowie ehrenamtliche Leistungen für die Begründung und das Betreiben des "Morgenstern-Museums-Galgenberg" einzubringen.
Wir Unterzeichner würdigen seine Bereitschaft, unseren Aufruf zur Morgensternehrung 2014
allen Beteiligten und Interessierten zu übermitteln und in geeigneter Weise öffentlich zu machen.
Möge unser Ruf vom Galgenberg in Werder (Havel) seinen verdienten breiten Widerhall finden.Unterzeichner des Ruf vom Galgenberg