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Treffpunkt Galgenberg

16.06.2018

Zum Treffpunkt Galgenberg am 09. Juni 2018 war Martin Niemöller, Sohn des gleichnamigen Theologen und Widerstandskämpfers, der als Richter am Bundesverfassungsgericht gearbeitet hat, mit einem Vortrag zu Christian Morgenstern in Werder. Er lud die Besucher zu einer „Morgensternstunde“ ein. Das machte neugierig und zog nicht nur Werderaner, sondern auch Berliner in den Vortragssaal des Literaturmuseums.

 

In seinem Referat präsentierte Martin Niemöller die vielfältigen Facetten Morgensterns, gab Einblicke in die unterschiedlichen Lebensabschnitte Christian Morgensterns, in die bedeutsame Tätigkeit als Ibsen-Übersetzer aber auch in die Zeit als „selbsternannter Schüler“ von Rudolf Steiner, in der sich Christian Morgenstern mit der anthroposophischen Lehre auseinandersetzte und dort, in seinen sechs letzten Lebensjahren, für sich ein geistiges Zuhause fand. Niemöller analysierte die Galgenlieder und richtete den Blick auf die literatur-historische Bedeutung des Schriftstellers mit der für ihn typischen Besonderheit von Textverkürzungen im Kontext humorvoller und meist auch philosophischer Zusammenhänge.

 

Als begeisterter Morgensternanhänger rezitierte und analysierte Martin Niemöller Gedichte aus den Galgenliedern und zog die Besucher in einen 90-minütigen Bann. Er verwies darauf, dass er es als besondere Ehre empfand, seinen Vortrag im Christian-Morgenstern-Literaturmuseum, auf dem authentischen Galgenberg in Werder (Havel)zu halten, und beglückwünschte die Anwesenden zur neu gegründeten Christian-Morgenstern-Gesellschaft.

 

Eine Veranstaltung, die Interesse für das Werk Christian Morgensterns weckt. Zu gegebenem Zeitpunkt wird der Vortrag für Interessenten auch im Archiv des Literaturmuseums zur Verfügung stehen.

 

16. Juni 2018 Vorstand der Christian-Morgenstern-Gesellschaft e.V.

 

Foto: Der Literaturwissenschaftler Martin Niemöller